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Wir sagen NEIN zur Zerstörung des Wedauer Waldes!
Ein Signal zum Aufbruch für die Umwelt- und Naturschützer !
Da ist es nun, das große Loch im Wald. Das
Waldstück, um dass wir gekämpft haben, ist vernichtet. [
Galerie der Grausamkeiten ]
Es bleibt ein Eindruck von Vernichtung und einer
Art von Wüstenei. Was auch immer sie da machen werden, es kann den Verlust des
Waldstückes nicht aufwiegen.
Eine hochrangige Politikerin Duisburgs keifte im letzten Herbst: „Euren Wald holzen wir ab, da könnt Ihr machen, was Ihr wollt“. Insoweit hatte sie recht. Oder besser, sie bekam das Recht dazu vom Oberverwaltungsgericht. Bei manchen PolitikerInnen entstand so der Eindruck, dass es zum Schluss nur noch darum ging, sich nicht eingestehen zu können, einen Fehler gemacht zu haben. Die Stadt Duisburg hat es dort und genau so gewollt. Und Gerichte in diesem Bundesland haben es, ganz auf Basis der geltenden Gesetzeslage, so erlaubt. Möglich war es, weil die Richter ihren Ermessenspielraum ausschließlich gegen die Natur, gegen den Wert des Waldes an sich, gegen den Artenschutz hochgefährdeter Arten ausgelegt haben. Weil die Richter herbeigeträumten Umsatz und herbeigeredeten Tourismus, Investitionen irgendwelcher Art, höher bewertet haben, als den Wert von geschlossenen Waldflächen. All dies wäre nicht notwendig gewesen. Auf der Ostseite der Bahn hätte man – finanziell günstiger, umweltschonend – ein sinnvolles Projekt zum Ausbau der Regattabahn realisieren können. Vorschläge dazu gab es genug. Diese Vorschläge haben auch dem Gericht als fachlich fundierte Alternative vorgelegen. Aber das alles passte nun mal nicht in eine Rahmenplanung der Stadt Duisburg, mit welchem sie das ganze Areal zu einem monströsen Sportpark umwandeln will. Von „Wasserwelten“ reden Sonnenkönig und Hofstaat. Und da sind Waldflächen reine Verfügungsflächen. Man muss nur noch entscheiden, ob man Parkplätze, Kanäle oder Bolzplätze draus machen will. Wir haben die Machtverhältnisse ausgelotet im Jahre 2006. Wir haben gelernt, mit wem und was man sich da anlegt, wenn zig Millionen von Euro in einen Wald geschlagen werden wollen. Doch bei aller Wut über die Niederlage ist aber auch klar geworden: Die Initiative für den Schutz des Wedauer Waldes ist eine der aktivsten, die Duisburg in den letzten Jahren erfahren hat. Wir sind stark, wir haben gelernt. Und wenn die Gerichte nicht konsequent ignorant gegenüber all den politischen Leitlinien für den Klimaschutz, den Waldschutz und den Artenschutz gewesen wären, wir hätten gewonnen. Nun ist es Zeit den PolitikerInnen klar zu machen, dass diese Räuberei an Wald- und anderen Naturflächen zuende sein muss. Die Lokalpolitiker müssen klar haben, dass kein weiteres Stück Wald mehr angefasst werden darf. Es darf nicht mehr zu Mehrheiten im Rat für solche Maßnahmen kommen. Neue Mehrheiten im Landtag müssen her, die dafür sorgen, dass wir ein modernes Landschafts- und Naturschutzrecht bekommen, in welchem der Schutz der Natur, der Klimaschutz, absoluten Vorrang hat. So bekommt unser Kampf, mehr denn je, eine politische Komponente. Sorgen wir dafür, dass dies der letzte Kahlschlag in Duisburg gewesen ist ! Und schützen wir den Wedauer Wald. Noch hat er eine Größe, die ihm eine Chance als intaktes Biotop und Klimafaktor gibt ! Hände weg von unserem Wald !! © Copyright 2007 Kerstin Ciesla |
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