Wir sagen NEIN zur Zerstörung des Wedauer Waldes!


Kampf gegen den Parallelkanal

Galerie der Grausamkeiten

Wald-Tatsachen:
Waldrätsel | Wussten Sie schon ... ? - Interessante Antworten zu Waldfragen

 


Presseerklärung der Arbeitsgemeinschaft  Wald Duisburg (vom 12.07.2007)

Sehr geehrte Damen und Herren von Presse und Medien,

hier meldet sich wieder die AG Wald Duisburg.

Erstens möchten wir klar machen, dass wir dem Bauprojekt Parallelkanal mit allen seinen Auswirkungen durchaus noch kritisch gegenüber stehen und zum Erhalt des „Restwaldes“ in Duisburger Süden immer durchaus aktiv sind, wenn auch nicht unbedingt in der Presse.

Diese „Wunde“ des Parallelkanals in unserer Waldlandschaft kann in so kurzer Zeit nicht geheilt werden. Sie braucht Jahrzehnte wenn hier überhaupt noch vergleichbare Vegetation entstehen kann.

Wir möchten jetzt die Öffentlichkeit darauf hinweisen, dass wir bereits im Mai 2007 eine Anfrage gemäß § 24 Gemeindeordnung NRW an die städtischen Akteure, die mit diesem Projekt betraut sind, geschickt haben, mit der Bitte um nachvollziehbare Darstellung des diesbezüglichen Wasserkonzepts. Diese Anfrage finden Sie im Anhang und sie hat noch keinerlei städtische Reaktion gezeitigt.

Jetzt fragen wir uns berechtigterweise warum? Steht ein solches Konzept noch nicht? Hat man Angst das eingestehen zu müssen?

Es ist eigentlich in der Bevölkerung hinlänglich bekannt, dass es im ökologischen Gleichgewicht der Sechs-Seen-Platte erhebliche Auswirkungen hat, wenn wie in einem Presseartikel (WAZ , Mai 2007) von Herrn Dr. Greulich - direkt nach unsere Anfrage!! – betont wird: 160000 Kubikmeter Wasser für den Parallelkanal herangeschafft werden müssen. Es klingt wie eine Drohung wenn er ausführt: „ Wir würden dabei immer nur bis an die Grenze des Wasserspiegels der Seen-Platte gehen, der auch durch das natürliche Absenken in Trockenperioden erreicht wird!“ Was versteht Herr Dr. Greulich unter „ natürliches Absenken in Trockenperioden“ – was passiert bei außerordentlichen Trockenheitsperioden aufgrund des nachweislich stattfindenden Klimawandels. Und was sagt der „Ökologe“ Dr. Greulich dazu, wie das Auswirkungen auf den Wasserhaushalt und die umgebende Fauna und Flora haben wird.

Dann wird gesagt in den Seen werde ein entsprechender Wasservorrat gehalten. Da ist die Frage wie soll das vonstatten gehen? Und dass es sich „nur um eine Absicherungsmaßnahme handelt“ ist auch nur schwer nachvollziehbar. Unter dem Motto: weg ist weg! Hoffen wir mal auf ganz viel Regen.

Und immer noch nicht klar ist: was ist denn dann die „richtige“ wasserfüllende Maßnahme, wenn von Herrn Dr. Greulich „nur die Absicherungsmaßnahme“ beschrieben wurde? Alles Fragen auf deren Beantwortung wir um die gerade in städtischen Wohngebieten so notwendige intakte Natur Besorgten ein Anrecht haben. Warum wird dem wiederum nicht entsprochen?

Für die AG Wald
Petra Reif
Sanddornstr. 51
47269 Duisburg

Tel: 0173 23 63 991

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Termine     –     Termine     –     Termine     –     Termine     –     Termine     –     Termine

Die Arbeitsgemeinschaft setzt sich weiter für den Erhalt des Wedauer Waldes ein!

Unsere nächsten Treffen finden statt am:
 
Wann: Sonntag, den 05.08.2007
Sonntag, den 02.09.2007
Sonntag, den 07.10.2007
Sonntag, den 04.11.2007
Sonntag, den 02.12.2007
Uhrzeit: 18:00 Uhr - 20:00 Uhr
Wo: Cafe Museum, Duisburg-Stadtmitte

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Wo kommt das Wasser für den Parallelkanal her ?

Die Bäume sind abgeholzt, der Grundstein gelegt. Aber wo das Wasser für den Kanal herkommen soll, weiß wohl keiner so recht. Das Umweltamt als sogenannte planfeststellende Behörde hatte die Entnahme direkt per Leitungsverbindung aus der 6-Seeen-Platte untersagt. Trotzdem hatte man erst mal schnell die Bäume gefällt, um Fakten zu schaffen.

Und noch immer, Monate nach dem Abholzen gibt es kein stimmiges Konzept, womit man den Kanal auffüllen will. Und dies muss immer wieder neu geschehen, für einen langen Zeitraum. Denn bei jedem solchen Bauwerk versickert zu Anfang viel von dem kostbaren Nass.

Es sieht so aus, als ob man bereits mehrmals Experimente gemacht hat, Wasser über die vorhandenen Leitungswege (Bäche) in die Regattabahn zu leiten. Dabei lief wohl die 6-Seen-Platte dramatisch unter dem notwendigen Pegel, Bäche fielen trocken. Verzweifelt scheint man nach Möglichkeiten zu suchen, den einzigen umweltkonformen, schnellen Weg zu entgehen, nämlich das Wasser einzukaufen, von den eigenen Stadtwerken.

Die Gefahr für die 6-Seen-Platte, aber auch für den Rest des Wedauer Waldes ist groß. Folgendes Szenario droht: Es findet ein Wettkampf statt, man zieht das Wasser aus de 6-Seen-Platte ab, um Regattabahn und Kanal voll laufen zu lassen, dann kommt eine Dürre. Die so unwahrscheinlich mitten im Klimawandel ja nicht ist. Dabei könnten wir dann auch noch das Feuchtgebiet (unter Naturschutz !) an der Seenplatte verlieren.

Wir werden dieses Thema weiter verfolgen.

Wer sachdienliche Hinweise zu diesem Thema hat, bitte per E-Mail oder Brief an die Adressen auf dieser Web Site !

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Ein Signal zum Aufbruch für die Umwelt- und Naturschützer !

Rodung des Waldes

Da ist es nun, das große Loch im Wald. Das Waldstück, um dass wir gekämpft haben, ist vernichtet. [ Galerie der Grausamkeiten ]

Wut, Verzweiflung, Frust, Enttäuschung, Aggressionen, jeder reagiert anders auf das, was man da auf etwa 80.000 m2 an der Regattabahn vorfindet.

Was für die Stadtoberen wertvoll ist: herausgesägt, sortiert und aufgestapelt, abtransportiert. Nur noch Gestrüpp und Stümpfe sind übrig. Der dreckige Matsch macht sich breit. Reifenspuren von großem Gerät im Matsch.

Es bleibt ein Eindruck von Vernichtung und einer Art von Wüstenei. Was auch immer sie da machen werden, es kann den Verlust des Waldstückes nicht aufwiegen.


Da erfahren wir aus der Presse, dass der Orkan Kyrill den Eichen und den Birken im Großen und Ganzen nicht viel anhaben konnte. Auch Mischwald ist nicht so dramatisch betroffen. Jedoch an dem vergreifen sich dann die Baustrategen der Stadt Duisburg. Man könnte sagen: Kyrill nimmt uns die Nadelbäume und die Stadt Duisburg die Laubbäume.

Eine hochrangige Politikerin Duisburgs keifte im letzten Herbst: „Euren Wald holzen wir ab, da könnt Ihr machen, was Ihr wollt“. Insoweit hatte sie recht. Oder besser, sie bekam das Recht dazu vom Oberverwaltungsgericht. Bei manchen PolitikerInnen entstand so der Eindruck, dass es zum Schluss nur noch darum ging, sich nicht eingestehen zu können, einen Fehler gemacht zu haben. 

Die Stadt Duisburg hat es dort und genau so gewollt. Und Gerichte in diesem Bundesland haben es, ganz auf Basis der geltenden Gesetzeslage, so erlaubt. Möglich war es, weil die Richter ihren Ermessenspielraum ausschließlich gegen die Natur, gegen den Wert des Waldes an sich, gegen den Artenschutz hochgefährdeter Arten ausgelegt haben. Weil die Richter herbeigeträumten Umsatz und herbeigeredeten Tourismus, Investitionen irgendwelcher Art, höher bewertet haben, als den Wert von geschlossenen Waldflächen. 

All dies wäre nicht notwendig gewesen. Auf der Ostseite der Bahn hätte man – finanziell günstiger, umweltschonend – ein sinnvolles Projekt zum Ausbau der Regattabahn realisieren können. Vorschläge dazu gab es genug. Diese Vorschläge haben auch dem Gericht als fachlich fundierte Alternative vorgelegen. Aber das alles passte nun mal nicht in eine Rahmenplanung der Stadt Duisburg, mit welchem sie das ganze Areal zu einem monströsen Sportpark umwandeln will. Von „Wasserwelten“ reden Sonnenkönig und Hofstaat. Und da sind Waldflächen reine Verfügungsflächen. Man muss nur noch entscheiden, ob man Parkplätze, Kanäle oder Bolzplätze draus machen will. 

Wir haben die Machtverhältnisse ausgelotet im Jahre 2006. Wir haben gelernt, mit wem und was man sich da anlegt, wenn zig Millionen von Euro in einen Wald geschlagen werden wollen. Doch bei aller Wut über die Niederlage ist aber auch klar geworden:

Die Initiative für den Schutz des Wedauer Waldes ist eine der aktivsten, die Duisburg in den letzten Jahren erfahren hat. Wir sind stark, wir haben gelernt. Und wenn die Gerichte nicht konsequent ignorant gegenüber all den politischen Leitlinien für den Klimaschutz, den Waldschutz und den Artenschutz gewesen wären, wir hätten gewonnen.

Nun ist es Zeit den PolitikerInnen klar zu machen, dass diese Räuberei an Wald- und anderen Naturflächen zuende sein muss. Die Lokalpolitiker müssen klar haben, dass kein weiteres Stück Wald mehr angefasst werden darf. Es darf nicht mehr zu Mehrheiten im Rat für solche Maßnahmen kommen. Neue Mehrheiten im Landtag müssen her, die dafür sorgen, dass wir ein modernes Landschafts- und Naturschutzrecht bekommen, in welchem der Schutz der Natur, der Klimaschutz, absoluten Vorrang hat. So bekommt unser Kampf, mehr denn je, eine politische Komponente. Sorgen wir dafür, dass dies der letzte Kahlschlag in Duisburg gewesen ist !

Und schützen wir den Wedauer Wald. Noch hat er eine Größe, die ihm eine Chance als intaktes Biotop und Klimafaktor gibt !

Hände weg von unserem Wald !!

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