Umzug für Fledermäuse? Was bedeutet ein „Umzug“ für Fledermäuse und wie soll das gehen? Diese Frage haben wir uns als Fledermaus Laien natürlich sofort gestellt, denn in den Studien, welche die Stadt Duisburg beauftragt hat, stand lediglich, dass es noch ein paar wenige Höhlenbäume außerhalb des Rodungsbereiches lägen, und dass man ansonsten Nistkästen aufhängen würde.
Das sind doch ganz logische Fragen - oder? Tatsächlich aber wird keine dieser Fragen durch die Gutachten oder Studien, die für die Stadt Duisburg von externen Firmen erstellt wurden, beantwortet bekommen! Mitte Juni wurde dann die lang ersehnte, und dringend benötigte, ökologische Kartier- und Planungsstudie als Zusatz zum Planfeststellungsverfahren nachgereicht. Also auf ein neues, werden die Fragen beantwortet? Wir lesen also ...
Na gut, und beantwortet das eine unserer Fragen? Also lesen wir weiter ... „Durch die Entfernung der Höhlenbäume im Eingriffsbereich ist die Verfügbarkeit von Quartieren temporär reduziert. Es ist jedoch davon auszugehen, dass durch die geplanten Minderungsmaßnahmen der Verlust der Quartiere in einem Zeitraum von mehreren Jahren ausgeglichen werden kann.“ (Anmerkung: Die „Minderungsmaßnahmen“ sind die aufzuhängenden Nistkästen.) Wissen wir jetzt mehr? Eigentlich haben wir nur noch weitere Fragen:
Da wir ja Laien sind, haben wir verschiedene Fledermausexperten angeschrieben und einhellig die folgenden Antworten erhalten: 1. Nistkästen sind keinerlei Ersatz für
natürliche, alte Höhlen in Höhlenbäumen. Was könnte man also sonst tun, um sicher zu stellen das eine „Steuerung des Umzuges“ gewährleistet ist? Dazu erhielten wir dann die folgenden Antworten von den Fledermausexperten:
Um es kurz zu machen, solche Maßnahmen sind in keinem der offiziellen Planfeststellungspapieren enthalten. Da stellt sich uns doch die Frage, welche Experten die Stadt Duisburg befragt hat, wenn wir innerhalb weniger Wochen die wichtigen Fragen und Antworten recherchieren konnten. © Copyright 2007 Kerstin Ciesla |